Banner

Aktuelles

 

September 2026

Geoinformatik in der Praxis: Workshop am Gymnasium Teplice gab Einblicke in die Erforschung und Sicherung von Felsformationen

Am 11. September 2026 fand am Gymnasium Teplice ein Fachworkshop statt, der sich mit dem Einsatz moderner Geoinformationstechnologien bei der Erforschung und Sicherung von Felsformationen in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz beschäftigte. Das Programm wurde von Miroslav Čábelka und Eva Štefanová von der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karls-Universität Prag mit Unterstützung von Masterstudierenden vorbereitet.

In der einführenden Präsentation lernten die Schülerinnen und Schüler die Einsatzmöglichkeiten der Geoinformatik bei der Dokumentation und Überwachung von Sandsteinfelsen kennen. Vorgestellt wurden Methoden zur Erfassung räumlicher Daten mithilfe von Drohnen, Photogrammetrie und Laserscanning, deren Verarbeitung zu detaillierten 3D-Modellen sowie ihre anschließende Nutzung zur Beurteilung der Stabilität von Felsmassiven. Anhand von Beispielen aus der Sächsisch-Böhmischen Schweiz wurden außerdem Möglichkeiten zur Sicherung instabiler Felsformationen und die Arbeit der Felsberäumungseinheit in Děčín erläutert.

Ergänzt wurde der theoretische Teil durch ein thematisches digitales Escape-Game, das sich mit den Auswirkungen von Waldbränden auf Sandsteinfelsen beschäftigte.

firerisk escape

Im praktischen Teil des Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit Vermessungstablets zur präzisen GNSS-Positionierung sowie mit dem mobilen 3D-Laserscanner FARO Orbis ausprobieren, der die Erfassung detaillierter räumlicher Daten in Form von Punktwolken ermöglicht.

Der Workshop vermittelte den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die praktische Anwendung der Geoinformatik beim Umgang mit Naturgefahren und zeigte, wie moderne Vermessungstechnologien zur Erforschung und zum Schutz von Felsgebieten beitragen. Wir bedanken uns bei den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften des Gymnasiums Teplice für ihre aktive Teilnahme und die angenehme Zusammenarbeit.

Gymnázium Teplice
Gymnázium Teplice
Gymnázium Teplice
Gymnázium Teplice
Gymnázium Teplice
Gymnázium Teplice
Gymnázium Teplice
Gymnázium Teplice
Gymnázium Teplice
Gymnázium Teplice

August 2026

Felssturzbericht – Teplická-Straße, Standort 118 (Felsen oberhalb der Firma Strojunion)

Am 18. August 2026 um 13:35 Uhr wurde das Felssicherungsteam vom Krisenstabsleiter der Stadt Děčín aufgrund einer Notsituation in der Teplická-Straße alarmiert. Die Teplická-Straße (I 13) wurde von Polizei und Feuerwehr zwischen der Kreuzung Černý Kladno und dem Abzweig zum Ortsteil Škrabka vollständig gesperrt. Nach Eintreffen am Unglücksort führte das Felssicherungsteam umgehend eine Geländeuntersuchung durch. Der Felssturz ereignete sich an der Südwestseite des Fundorts Pastýřská stěna (Erfassungsnummer 118) und ist höchstwahrscheinlich auf die langfristige Einwirkung von dichtem Vegetationsbewuchs und starken Regenfällen in den Tagen vor dem Ereignis zurückzuführen. Der abgestürzte Felsblock war Teil des Felsüberhangs, der sich in einer Höhe von 14 Metern befand.

Der Fuß des Felsens liegt 25 m über dem Dach des Industriegebäudes der Firma Strojunion. Das Felssicherungsteam schätzt das Volumen des abgebrochenen Gesteinsmaterials auf etwa 5 m³, was rund 8 Tonnen Sandstein entspricht. Der Situation direkt unter der Absturzstelle und dem darunter befindlichen Hang nach zu urteilen, wurde der abgebrochene Block an einem Felsvorsprung zerschmettert, und die Trümmerteile stürzten den steilen Hang hinunter. Das größte Gesteinsfragment des abgestürzten Felsblocks blieb am Dachrand des Gebäudes von Strojunion liegen, während andere Bruchstücke am Hang und auf dem angrenzenden Privatgrund verstreut wurden.

Skalní zřícení
Skalní zřícení
Skalní zřícení
Skalní zřícení
Skalní zřícení
Skalní zřícení

 

Glücklicherweise hatte kein Fragment des Felssturzes genügend Kraft, das Dach des Gebäudes zu durchschlagen und die darunterliegende Straße zu treffen. Untersuchungen des Einsturzherds ergaben einen losen Block von 1 m³ Größe an der Abbruchstelle. Nach Rücksprache mit einem externen Geologen sicherte das Felssicherungsteam noch am Nachmittag den Felsblock, sodass der Verkehr auf der Straße unterhalb des der Felsen wieder freigegeben werden konnte. Am nächsten Tag zerlegte ein externes Sanierungsunternehmen in Zusammenarbeit mit dem Geologen das auf dem Dach des Gebäudes befindliche Trümmerteil sowie kleinere Überreste in der Umgebung.

Anschließend sicherte das Felssicherungsteam einen noch in der Wand befindlichen Block für den Abtransport. Das Felsgestein um die Abbruchstelle herum wurde in Abstimmung mit dem externen Geologen gesichert und der lose Block in der Mulde neben dem Einsturzherd entfernt. Das gesamte Gelände 118 wurde zwar in jüngster Vergangenheit umfassend saniert, aber der Einsturz wurde durch eine spezifische, verborgene und weitreichende Verwerfung verursacht, die bei keiner früheren geologischen Untersuchung oder Sanierungsmaßnahme entdeckt worden war. Die Fläche des Abbruchs betrug etwa 12 m².


Neuer Brandherd

Am 2. Mai 2026, gegen 14:00 Uhr, meldete ein Anrufer einen Brand im Gebiet zwischen den Ortschaften Rynartice und Dolní Chřibská. Der genaue Brandherd wurde anschließend von einem Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz mithilfe einer ferngesteuerten Drohne lokalisiert. Aufgrund starker Winde breitete sich das Feuer schnell aus und erfasste ein großes Gebiet. Nach den Löscharbeiten stellte man einen Brandherd mit einer Fläche von ca. 45 ha fest.

Am 7. Mai 2026 übernahm die Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz die Überwachung des Brandherds. In den folgenden 14 Tagen erfolgte eine kontinuierliche Überwachung rund um die Uhr, um ein mögliches Wiederaufflammen frühzeitig zu erkennen. Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung Šumava unterstützten die Überwachung des Brandherds und trugen zur lückenlosen Kontrolle bei.

Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026

Im Rahmen des Projekts FireRisk fand am 11. Juni 2026 eine erste Exkursion statt. Dabei wurden auch Bodenproben am alten Brandort von 2022 entnommen. Dieser Brandort dient als Referenzgebiet für die Beobachtung der langfristigen Entwicklung des Bodens, der Vegetation sowie der Veränderungen von Gesteinen und Felsen nach dem Brand.

Am 15. Juli 2026 wurden unter Beteiligung der TU Bergakademie Freiberg Bodenproben direkt am neuen Brandort von 2026 entnommen. Die gesammelten Proben werden im Rahmen des Projekts FireRisk weiter analysiert.

Am 11. August 2026 fotografierten Mitarbeiter der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karls-Universität die Vegetation mithilfe einer Drohne. Die Aufnahmen dienten dazu, den aktuellen Zustand der Vegetation zu dokumentieren und eine Grundlage zur Beobachtung der weiteren Entwicklung und der natürlichen Regeneration zu schaffen.

Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026
Požářiště 2026

Das neue Brandgebiet von 2026 ist für die langfristige Beobachtung der Brandfolgen und der natürlichen Regeneration des Gebiets wichtig. Im Rahmen des Projekts FireRisk wird das Gebiet weiter untersucht, wobei der Fokus auf der Entwicklung des Bodens, der Vegetation und der Gesteinsformationen liegt. Die gewonnenen Daten können in den Folgejahren mit den Ergebnissen des Brandgebiets von 2022 verglichen werden, um so Unterschiede in der Entwicklung der beiden Brandorte zu erfassen.


 
Juli 2026

Am 30. Juli 2025 fand in Gebiet 2 in Děčín eine Erkundung der Felsen statt. Beteiligt waren Vertreter der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karls-Universität und des Felssicherungsteams der Stadt Děčín. Dabei wurde der Zustand der Felsen hinsichtlich des allgemeinen Risikos neu bewertet und gleichzeitig eine Erfassung der Felsen zur Erstellung von 3D-Modellen vorgenommen. Im Fokus standen Felsen, die nach einer früheren Studie von Josef Rott mit dem Titel „Bewertung des Zustands der Felsen und Vorschlag für weitere Maßnahmen, einschließlich der Tätigkeiten des Felssicherungsteams Děčín“ ausgewählt worden waren.

Pastýřská stěna
Pastýřská stěna
Pastýřská stěna
Pastýřská stěna
Pastýřská stěna
Pastýřská stěna
Děčín
Děčín
Děčín, zámek
Děčín, zámek

Juni 2026

Die geometrischen Modelle der zu untersuchenden Felsbereiche sind fast fertig. Die Drohnenbefliegungen und das Generieren der Modelle wird durch die Mitarbeiter unter Leitung von Frau Dr. Potůčková von der Karlsuniversität Prag durchgeführt. Um einen Einblick in die Modelle zu bekommen, haben sie diese Modelle unter folgendem Link der Öffentlichkeit bereitgestellt.

https://experience.arcgis.com/experience/980cafdfcc73454ca50440dab562e71b/

Sie können ein wenig mit diesen Modellen „spielen“, d.h. drehen, reinzoomen und sie sich entweder als Gitter oder als Punktwolken anzeigen lassen. Viel Spaß!

An der TU Bergakademie Freiberg fand vom 3. bis 9. Juni 2026 das 77. BHT Freiberger Universitätsforum statt. In der Veranstaltung werden verschiedenste Forschungsthemen der TU Bergakademie Freiberg vorgestellt und diskutiert. Ziel ist eine engere Verbindung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und der öffentlichen Hand, um das Wissen in die Praxis zu überführen. In diesem Rahmen stellte Dr. Wichert den Inhalt und die ersten Ergebnisse des Firerisk-Projektes vor und diskutierte mit den Wissenschaftlern die wissenschaftlichen Methoden sowie zukünftige Forschungsthemen.

                                    


Mai 2026

EGU-Konferenz in Wien

Vom 03. – 08.5.2026 fand in Wien Europas größte geowissenschaftliche Jahrestagung (EGU – European Geosciences Union) mit weit über 20.000 Geowissenschaftlern aus der ganzen Welt statt. Auf der Konferenz wurden unterschiedlichste geowissenschaftliche Fachthemen vorgestellt und diskutiert. Im Bereich Naturrisiken hat Frau Shakiba bezugnehmend u. a. auf das Projekt „Firerisk“ einen Vortrag über erste Untersuchungen und die Entwicklung von Methoden zur Bewertung von Brandrisiken in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz gehalten. Daraufhin fand ein reger Austausch mit anderen Wissenschaftlern aus dem Bereich Naturrisiken statt, wobei wir überraschenderweise feststellen konnten, dass wir mit unseren Untersuchungen von Bränden und deren Einfluss auf Fels- und Böschungsstabilitäten wissenschaftliches Neuland betreten haben.


April 2026

Am 8. und 9. April haben die TU Bergakademie Freiberg und Karlsuniversität Prag die letzten geophysikalischen Messungen am Kleinen Prebischkegel (Malý Pravčický kužel) sowie am Postkegel in Dittersbach (Poštolčí kužel, Jetřichovice) durchgeführt. Unterstützt wurden wir von der tschechischen Nationalparkverwaltung.

 Am Kleinen Prebischkegel wurde die Messtechnik und Kletterausrüstung mittels Lastenseilbahn (Nákladní lanovka) nach oben transportiert und dann zum Felsen getragen. Somit haben wir die Messungen in unserem Projekt erfolgreich abgeschlossen und die tschechischen Partner werten die Messungen jetzt aus. Die Ergebnisse fließen dann in die geplanten Brand-Risikomodelle ein.

Das tschechische Fernsehen drehte eine kleine Fernsehdokumentation, die sie am 10. April ausstrahlte


März 2026

Zusammenarbeit der Felsgruppe beim Scannen eines Felsens in Děčín
Im März 2026 fand eine Zusammenarbeit zwischen der neu gegründeten Felsgruppe aus Děčín und Wissenschaftlern des Lehrstuhls für Angewandte Geoinformatik und Kartografie der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität statt. Ziel der Aktion war die Erfassung von Daten eines gefährlichen Felsens in der Lokalität Kvádrberk (in der Nähe des Aussichtspunkts Labská stráž) zum Zweck der Erstellung eines 3D-Modells. Die Felsgruppe bereitete zunächst den Standort vor und säuberte die Umgebung des Felsens. Nach der Anordnung und Vermessung der Passpunkte erfolgte die Vermessung des Felsens in zwei Phasen:

  • Bodenscan mit einem Handlaserscanner,
  • fotogrammetrische Aufnahme detaillierter Bilder.

Die erfassten Daten werden verarbeitet und für die Erstellung eines 3D-Modells des Felsens verwendet.

Kvádrberk
Kvádrberk
Kvádrberk
Kvádrberk
Kvádrberk
Kvádrberk
Kvádrberk
Kvádrberk
Kvádrberk
Kvádrberk

Zusammenarbeit der Felsenteams bei der Reparatur der Hochlastbarriere in Děčín

Im Rahmen des Interreg-Projekts FireRisk fand eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Felsenteam des Nationalparks Böhmische Schweiz und dem neu gegründeten Felsenteam aus Děčín statt. Die Aktion wurde im Stadtgebiet von Děčín durchgeführt und hatte das Ziel, einen beschädigten Steinschlagschutz zu reparieren. Beim Umsturz eines Baumes riss das Stahlseil und ein 1 m³ großer Stein blieb im Wurzelballen des Baumes stecken.

Ablauf des Einsatzes:

  • Das Felsenteam aus Děčín bereitete den Einsatzort vor, reinigte die Umgebung und befreite das gerissene Seil.
  • Anschließend wurde ein Teil des Felsblocks mit einem elektrischen Meißelhammer abgetragen.
  • Der letzte Pfosten des Steinschlagschutzes wurde mit einem neu installierten Seil gesichert und der gesamte Steinschlagschutz wurde wieder in Betrieb genommen.
  • Dank der Zusammenarbeit beider Teams konnte die Aktion sicher und effizient durchgeführt werden, mit maximalem Schutz der Natur und Sicherheit für alle Beteiligten.
Děčín 2026
Děčín 2026
Děčín 2026
Děčín 2026
Děčín 2026
Děčín 2026
Děčín 2026
Děčín 2026
Děčín 2026
Děčín 2026

Februar 2026
Erkennung und Bewertung von Georisiken

Am 26. Februar wurde an der HTW Dresden die Fachtagung „Erkennung und Bewertung von Georisiken/Identifikace a hodnocení georisik“ veranstaltet. Die Tagung ist Teil des grenzüberschreitenden Interreg Projektes „Reni“, welches ein grenzüberschreitendes Wissenschafts- und Unternehmensnetzwerk im Bereich Umwelt und Infrastruktur darstellt.

Auf der Tagung wurden fachliche Aspeket des grenzüberschreitenden Interreg Projektes „Firerisk“ vorgestellt. Dr. Wichert hielt einen Vortrag zum Einfluss von Bränden auf Böschungsstabilitäten/Vliv požárů na stabilitu svahů. Dr. Shakiba stellte einen methodischen Ansatz der Quantifizierung von Böschungsstabilitäten nach Bränden für verschiedene Szenarien vor. Im Anschluss wurden Fachfragen diskutiert und mögliche zukünftige Kooperationen eruriert.

Treffen der Mitarbeiter der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, der HTW Dresden und der Verwaltung des Nationalparks Sächsische Schweiz 

Am 10. Februar fand ein Treffen zwischen Mitarbeitern der TU Bergakademie Freiberg, HTW Dresden und der sächsichen Nationalparkverwaltung statt, um die nächsten Untersuchungsschritte zu besprechen. Anwesend war auch Prof. Forkel von der TU Dresden, der seine Ergebnisse zum Thema Waldbrände darlegte. Hierzu gehören u.a. Brennstoffbedingungen, Brandverhalten und Brandschwere basierend auf satellitengestützte Indikatoren.

Diese methodischen Entwicklungen und Ergebnisse sind für unser Projekt sehr hilfreich, da wir sie in unsere Brandszenarien einfließen lassen können. Wir haben vereinbart, uns auch zukünftig über unsere Untersuchungen und Ergebnisse auszutauschen, zumal alle Akteure grenzüberschreitend arbeiten und somit Synergieeffekte für die Sächsisch-Böhmische Schweiz entstehen.

 


Dezember 2025
Deutschlands Naturwunder

Am 11. Juli wurden Filmaufnahmen für die dritte Staffel der ZDF-Dokumentation „Deutschlands Naturwunder“ durchgeführt, in der das Elbsandsteingebirge vorstellt wird. Die Dokumentation kann jetzt in auf ZDFInfo angesehen werden.


November 2025

Am 20.11.2025 fand unter Beteiligung eines Teams der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität Prag und des Nationalparks Böhmische Schweiz die Kartierung des Felsens Poštolčí kůžel statt. Über die Kartierung entstand eine kurze Reportage, die im tschechischen Fernsehen ausgestrahlt wurde.


Oktober 2025

In der letzten Oktoberwoche haben die TU Bergakademie Freiberg und Karlsuniversität Prag geophysikalischen Messungen am Meurerturm, Rauschenstein, Walterdorfer Horn und Östlichen Feldkopf durchgeführt. Die Messungen umfassten Geoelektrik und Georadar in unterschiedlichen Auflösungen. Dabei wurden vertikale Messprofile über den ganzen Felsen erstellt. Die Messungen selber wurden vom Industriekletterer Ronald Reichelt aus Pirna durchgeführt. Durch den teilweise auftretenden Regen und den hohen Windstärken war es inbesondere am Rauschenstein eine klettertechnische Herausforderung.

Am 29.10.2025 begleitete uns ein Fernsehteam des MDR, um einer breiten Öffentlichkeit einen Einblick in unser Vorhaben zu geben.

Die Messergebnisse werden in den kommenden Monaten durch die tschechischen Kollegen ausgewertet, während die TU Bergakademie Freiberg gesteinstechnische Labortest und andere materialkundliche Untersuchungen durchführt. 

Gleichzeitig erstellt die Karluniversiät Prag geometrische 3d-Modelle der Felsen basiernd auf den Daten der Drohnenflüge.

Alle Daten werden genutzt, um die ingenieurgeologisch-numerischen 3d-Modelle zu generieren. Diese Modelle bilden weitestgehend die konkreten geologischen Lagerungsverhältnisse, Geometrien und Gesteinsfestigkeiten der jeweiligen Felsen ab. Weitestgehend bedeutet eine Annäherung an die realen ingenieurgeologischen Verhältnisse, da wir natürlich nicht die ganzen Felsen z.B. durch Bohrungen untersuchen können. Für das Frühjahr planen wir die Untersuchungen an Felsen auf böhmischer Seite durchzuführen.

Am 24.10.2025 fand eine Erkundung der Felsen in Gebiet 1 in Děčín unter Beteiligung von Vertretern der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität und der Felsengruppe der Stadt Děčín statt. Es wurde eine erneute Bewertung des Zustands der Felsen hinsichtlich der allgemeinen Gefährdung sowie eine Bewertung der Felsen für die Erstellung von 3D-Modellen vorgenommen. Gegenstand des Interesses waren Felsen, die auf der Grundlage einer früheren Studie von Josef Rott „Bewertung des Zustands der Felsen und Vorschlag für weitere Maßnahmen, einschließlich der Aktivitäten, die in den Zuständigkeitsbereich der Felsengruppe Děčín fallen” ausgewählt wurden.

Stoličná hora
Stoličná hora
Stoličná hora
Stoličná hora
Leopoldova výšina
Leopoldova výšina
Leopoldova výšina
Leopoldova výšina

 

Am 15.10.2025 haben Mitglieder des Teams der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität Prag die Felskartierung im Nationalpark Sächsische Schweiz fortgesetzt, dieses Mal im Bereich des Rauschensteins. Für die Erstellung von 3D-Modellen wurden Daten mittels UAV-Laserscanning, Photogrammetrie sowie terrestrischem Laserscanning erfasst. 

Rauschenstein
Rauschenstein
Rauschenstein
Rauschenstein
Rauschenstein
Rauschenstein
Rauschenstein
Rauschenstein

 

Fotogalerie

September 2025

Am 25.9. wurde ein Projekttreffen in Děčín durchgeführt. Hier wurden die bisherigen Arbeiten evaluiert und die nächsten Schritte besprochen. Insbesondere ging es um die Geländearbeiten und Drohnenflüge in den nächsten sechs Monaten. Weiterhin haben wir den fachlichen Aufbau der Felsgruppe konkretisiert, um so eine arbeitsfähige Basis zu schaffen. Auch haben wir die Schulprojekte besprochen. Die ersten Arbeiten wurden durchgeführt und in den nächsten Wochen und Monaten sind die geophysikalischen Messungen mit Kletterern sowie die Brandversuche vorgesehen. Dies bietet aus unserer Sicht „griffige“ Themen, um Schüler für einzelne naturwissenschaftliche Fragestellungen zu interessieren.

Am 17. und 18. September wurde die erste Drohnenkartierung mit der Multispektralkamera und LiDAR durchgeführt. Das Ziel ist es, 3D-Geometriemodelle zu erstellen und den Zustand des Waldes in der Umgebung der relevanten Felsblöcke zu bewerten. 3D-Modelle sind ein unverzichtbarer Input für ingenieurgeologische Modelle und Brandmodelle. Die Kartierung fand an den Standorten Östlicher Feldkopf und Waltersdorfer Horn im Nationalpark Sächsische Schweiz statt.

In der Woche vom 8.-12.9. haben wir auf sächsischer Seite an vier Felsen Bohrungen vorgenommen und dabei Bohrkerne mit einer Länge von jeweils max. 2 m gewonnen. Die Arbeiten wurden von der TU Bergakademie Freiberg durchgeführt und von der Nationalparkverwaltung unterstützt. Der augenscheinliche Zustand der Bohrkerne ist sehr runterschiedlich und reicht von kompakt bis krümelig. Die Bohrkerne sind jetzt am Institut für Geotechnik der TU Bergakademie Freiberg für weitere detailierte Untersuchungen.

Fotogalerie
Östlicher Felskopf
Östlicher Felskopf
Östlicher Feldkopf
Östlicher Feldkopf
Waltersdorfer Horn
Waltersdorfer Horn
Děčín 2025 - II.
Děčín 2025 - II.

 


Juni-Juli 2025

Im Juni wurden mit den tschechischen Partnern und der Nationalparkverwaltung die Felsen für die für den Herbst geplanten Vermessungen, geophysikalischen Messungen und Sondierungen festgelegt. Auf böhmischer Seite handelt es sich um den Kleinen Prebischkegel (Malý Pravčický Kužel) und den Postkegel (Poštolčí Kužel) in Dittersbach (Jetřichovice), auf der sächsischen Seite um den Östlichen Felskopf und das Waltersdorfer Horn bei Rathen sowie den Meurerturm und den Rauschenstein zwischen Ostrau und Schmilka (siehe Karte).

Am 11. Juli wurden Filmaufnahmen für die dritte Staffel der ZDF-Dokumentation „Deutschlands Naturwunder“ durchgeführt, in der das Elbsandsteingebirge vorstellt wird. Die Ausstrahlung der Dokumentation ist für den Herbst 2025 vorgesehen.

Ein Teil dieser Dokumentation behandelt das Thema Waldbrände. In diesem Kontext hat Dr. Wichert von der TU Bergakademie Freiberg u.a. die einzelnen umwelt-geowissenschaftlichen Untersuchungen und Zielsetzungen innerhalb des Vorhabens „Firerisk“ erläutert. 


Mai 2025

Derzeit planen wir mit der tschechischen Nationalparkverwaltung und der Karlsuniversität Prag eine Begehung auf böhmischer Seite. Auch hier geht es um Brandflächen, Felsstabilitäten und die Auswahl von Lokalitäten für geophysikalische Messungen.

Wir hoffen, noch im Mai das WebGIS in unsere Projektseite einpflegen zu können. Hierzu wurde unter Einhaltung des Ausschreibungsverfahrens bereits ein Auftrag erteilt.

Edmundova soutěska / Edmundsklamm
Edmundova soutěska / Edmundsklamm
Hřensko
Hřensko
Kobylka
Kobylka
Pravčická brána / Prebischtor
Pravčická brána / Prebischtor

April 2025

Im April haben wir eine Begehung der Richterschlüchte und im Gebiet des Windbergs durchgeführt. Hier haben wir uns ein Bild von den Waldbrandflächen gemacht und Sandsteinblöcke für Probenahmen ausgewählt. Auch haben wir die geplanten Brandversuche diskutiert, da mit ihnen der Einfluss von Waldbränden auf die Festigkeit des Sandsteins untersucht werden sollen. Die Ergebnisse werden dann mit den Festigkeitsuntersuchungen der Sandsteine aus den Richterschlüchten verglichen. Mit dem Vergleich wollen wir feststellen, ob die Brandversuche bezüglich der Festigkeiten die realen Brände abbilden.


Februar 2025

Das Projekt begann mit dem ersten Treffen aller Partner am 14. Februar 2025 im Gemeindeamt in Děčín. Derzeit planen wir die diesjährigen Geländearbeiten sowie Laboruntersuchungen und Brandversuche vor.